Pater-Michael-Hofmann- Stiftung

Die Pater-Michael-Hofmann-Stiftung ist ein Stipendienfonds des Canisianums.
Der Stiftungsverwalter (P.Regens) und der Stiftungsbeirat (ein Vertreter des Diözesanbischofs,
ein Vertreter des österreich ischen Provinzials der Jesuiten, ein unabhängigen Finanzfachmann und ein juristischen Berater) verwalten die Mittel.

Die Mittel werden in Wertpapieren angelegt. Aus den Erträgen werden bedürftige Priesteramtskandiaten des Canisianums
ein Stipendium erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bankverbindung

Noch ist das Stiftungsvermögen zu klein, um Erträge bereits als Stipendien einsetzen zu können.
Deshalb bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.

 

Pater-Michael-Hofmann-Stiftung:
UniCredit Bank Austria AG, Innsbruck
Ktn.Nr.: 518 840 200 00       BLZ 12000
IBAN=AT791200051884020000    BIC=BKAUATWW

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


P. Michael HOFMANN SJ

HOFMANN, Michael, Jesuit und Regens
* 27.8. 1860 in Kundl/Unterinntal/Tirol
+ 22.1. 1946 in Sitten/Schweiz.
Nach den Gymnasialstudien im Borromäum zu Salzburg in den Jahren 1873-1881
folgten von 1881-1888 die Berufsstudienjahre in Rom im Germanikum.
Die Priesterweihe empfing er am 28.10. 1887 in Rom.
Dann folgten Jahre, da er Studienpräfekt am Priesterseminar in Salzburg war.
Von 1888-1892 erfüllte er die Aufgabe als Subdirektor im Priesterseminar, Dozent und Katechet,
bis er von 1892-1895 außerordentlicher Professor für Kirchengeschichte und Kirchenrecht an der theol. Fakultät in Salzburg wurde.
1895 Eintritt in den Jesuitenorden.
Von 1897-1918 war er Prof. für Kirchenrecht an der theol. Fakultät in Innsbruck.
1900 wurde P.Hofmann Regens im Nikolaihaus in der Sillgasse in Innsbruck.
Wegen der großen Zahl der Studenten, mußte an den Bau eines großen Theologenkonviktes gedacht werden.
Dieses Haus bekam den Namen Canisianum und wurde am 14./15. Oktober 1911 von Fürstbischof J. Altenweisel von Brixen eingweiht.
Daß dieser Bau so rasch und so gut errichtet werden konnte, zeigt bereits das große organisatorische Talent von P.Hofmann.
Dieses Haus wurde nun zur eigentlichen Wirkstättee von P. Hofmann.
Ein internationales Publikum lag gleichsam zur geistlichen Ausbildung in seinen Händen. Sein Ruf drang in alle Welt.
1912-1914 nahm das Haus eine hoffnungsvolle Entwicklung.
Bereits ein Jahr zuvor, im Jahre 1911, meinte Pius X. in einer Audienz zum Jesuitengeneral P. Wernz,
das Canisianum unter Pater Hofmann sei für mehr als ein Land ein wahres Zentrum und eine tüchtige Pflanzstätte für einen guten,
gebildeten und seeleneifrigen Klerus.
Am 4. Januar 1913 stellte derselbe Pius X. fest: »Qui a Innsbruck possiamo esser del tutto sicuri« (»da in Innsbruck können wir für alles ganz sicher sein«).
Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges ließ P.Hofmann etwa die Hälfte des Canisianums als Kriegslazarett einrichten, was allgemein als große soziale Tat empfunden wurde.
Neu gefordert war Pater Hofmann als im Zuge des Kriegseintrittes Italiens im Mai 1915 das Germanikum nach Innsbruck verlegt wurde und im Canisianum Unterkunft fand.
Von größter Bedeutung wurde es, daß Pater Hofmann es verstand, den Streit der Nationen im Canisianum in geregelten Bahnen zu halten, ja er konnte es sogar soweit bringen, daß die Einheit unter den Konviktoren dieses Hauses im Grunde stets erhalten blieb. Im Jahre 1919 kam P.Hofmann nach Rom ans Germanikum, um dieses Haus für 6 Jahre zu leiten. Mit den Päpsten Benedikt XV. und Pius XI. kam er öfters zusammen.
1925 war P. Hofmann  wieder in Innsbruck am Canisianum.
Bis 1938 leitete er nun wiederum dieses Haus.
Nachdem am 21. November 1938 das Canisianum von den Nazis geschlossen wurde, übersiedelte P. Hofmann nach Sitten im Wallis,
wo er am 12. Dezember 1938 mit den Konviktoren einzog. Der Studienbetrieb dort wurde am 14. Dezember aufgenommen.
Als im Sommer 1945 das Canisianum wieder nach Innsbruck übersiedelte, konnte P. Hofmann aus gesundheitlichen Gründen nicht mit.
Im Januar 1946 starb er in Sitten und fand dort sein Grab. Er gilt als einer der großen Priestererzieher dieses Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum.
P. Hofmann Rahner hat Pater Hofmann so charakterisiert: »Claritas et certitudo actionum: mit keinem besseren Wort könnte man Wesen und Wirkkraft ... kennzeichnen.
Was ich bin, das will ich auch sein. Nicht mehr. Nicht weniger.«

 

Autor: Ekkart Sauser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Lebensabschnittsbilder von Pater Michael Hofmann SJ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus der Ehrentafel des Canisianums

Klementij Szeptyckyj (1869 - 1951)
Er war im Canisianum von 1913 bis 1917. Er war Prior der Studiten. 1939 wurde er zum Exarchen von Russland und Sibirien ernannt. 1944 wurde er Archimandrit der Studiten. 1947 wurde er in Lemberg verhaftet und zu 25 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er starb im Gefängnis. Bekenner und Märtyrer für den Glauben.
Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. am 26. Juni 2001 in Lwiw.

Nykyta Budka (1877 - 1959)
Er studierte in Wien und Innsbruck (hier Priesterweihe 1905). Er wurde erster ukrainischer Bischof in Canada 1912 - 1927. Dann wurde er in die Ukraine zurückgerufen und wurde Weihbischof von Lemberg. Am 11.04.1945 wurde er zusammen mit anderen Ukrainern verhaftet und zum Zwangslager in Sibirien verurteilt. Er starb in der Verbannung am 1.10.1959 in Karaganda in Kasachstan. Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. am 26. Juni 2001 in Lwiw.

Kardinal Clemens August Graf von Galen (1878 – 1946)
Er war von 1899 bis 1903 im Konvikt, wurde1933 zum Bischof von Münster geweiht und war im nationalsozialistischen Deutschland einer der Wortführer im Widerstand gegen das Hitlerregime.  

Fr. Edward Flanagan (1886 – 1948)
Er war im Canisianum 1909 bis 1912. Er ist der Begründer von Boys Town, der Stadt der Jugendlichen in der Nähe von Omaha. Nicht umsonst wird er der Pestalozzi des 20. Jahrunderts genannt.

Andrij Ischtschak (1887 - 1941)
Er studierte Theologie in Lemberg und Innsbruck (hier 1910 - 1914). Promotion am 26. Juni 1914. Von 1928 - 1939 Professor an der theologischen Akademie in Lemberg für Dogmatik der Orthodoxen Kirche. Er wurde am 26. Juni 1941 von den Sovjets erschossen. Am 26. Juni 2001 wurde er durch Papst Johannes Paul II. in Lwiw seliggesprochen.

Vilmos Baron von Apor (1892 – 1945)
Er war im Canisianum von 1910 bis 1915. Er wurde am 1. Jänner 1941 zum Bischof von Györ geweiht und am 1. April 1945 von Russen erschossen, vor denen er Frauen und Mädchen verteidigte.
 

Patriarch Joseph Slipyi (1892 – 1984)
In Zadrist / Westukraine geboren, war er von 1912 bis 1914 und von 1916 – 1917 im Canisianum. 1939 erhielt er die Bischofsweihe und 1944 wurde er Motropolit der ukrainisch – griechisch - katholischen Kirche. 1965 wurde er von Papst Paul VI. zum Kardinal kreiert.
 

Rusch Paulus (1903 -1986)
Er war von 1927 - 1934 im Canisianum. Am 30. November 1938 wurde er zum Bischof geweiht und zum Apostolischen Administrator für Innsbruck - Feldkirch ernannt. Am 8. Dezember 1964 wurde er als Diözesanbischof der neu errichteten Diözese Innsbruck inthronisiert. Im Jänner 1981 trat er in den Ruhestand

Bruno Wechner (1908 - 1999)
Er war im Canisianum von 1927 bis 1934, war von 1955 Weihbischof und Generalvikar und von 1968 bis 1989 der erste Diözesanbischof von Feldkirch
.

Patriarch Myroslav Ivan Lubachivsky (1914 - 2000)
Er ist das heutige Oberhaupt der ukrainisch – griechisch - katholischen Kirche in Lemberg. Er war von 1937 bis 1942 im Canisianum, wurde 1979 zum Erzbischof der Kirchen des orientalischen Ritus von Philadelphia / USA geweiht. 1984 wurde er Großerzbischof von Lemberg und Patriarch. Am 24. April 1985 wurde er zum Kardinal kreiert.

Reinhold Stecher (geb. 1921)
Geboren am 22. Dezember 1921 in Innsbruck, war er von 1945 bis 1949 im Canisianum. Er wurde am 25. Jänner 1981 zum Bischof von Innsbruck geweiht und blieb es bis zum 22. Dezember 1997. 

Otmar Mäder (1921 - 2003)
Er war im Canisianum von 1944 bis 1946 und von 1947 bis 1950 und Diözesanbischof von St. Gallen von 1976 bis 1994.

Elmar Maria Kredel (geb. 1922)
Er war im Canisianum von 1948 bis 1950 und war von 1955 bis 1994  Erzbischof von Bamberg. 

Hubertus Brandenburg (geb. 1923)
Er war von 1949 bis 1952 im Canisianum. 1974 wurde er Weihbischof von Osnabrück und am 1. Dezember 1977 Bischof von Stockholm.

Maximilian – Georg Freiherr von Twickel (geb. 1926)
Er war von 1948 bis 1951 im Canisianum und ab 1973 Weihbischof von Münster.

Viktor Dammertz OSB (geb. 1929)
Er war von 1950 bis 1953 im Canisianum. Am 2. Februar 1975 wurde er zum Erzabt von St. Ottilien und am 30. Jänner 1993 zum Bischof von Augsburg geweiht.

Homeyer Josef (geb. 1929)
Bischof Homeyer war von 1950 bis 1953 im Canisianum und wurde am 13. November 1983 zum Bischof von Hildesheim geweiht.

Ivo Fürer (geb. 1930)
Er war im Canisianum von 1949 bis 1953 und wurde am 5. Juni 1995 zum Bischof von Sankt Gallen geweiht.

Antons Justs (geb. 1931)
Er war im Canisianum von 1957 bis 1962 und wurde am 5. Jänner 1996 zum ersten Bischof der neuen Diözese Jelgava in Letland geweiht.

John Chang Yik (geb. 1933)
Bischof YK aus Seoul/Südkorea war von 1959 bis 1963 im Canisianum und wurde am 14. Dezember 1994 zum Bischof von Chunchon geweiht.
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Donald Walter Trautman (geb. 1936)
Er war von 1958 bis 1962 im Canisianum. Am 16. April 1985 wurde er Weihbischof von Buffalo und am 16. Juli 1990 Bischof von Erie.

Anthony Thannikot (1937 – 1984)
Bischof Thannikot aus Verapoly/Indien war von 1960 bis 1964 im Canisianum. Er gehörte zu der Gruppe von Missionstheologen, die 1960 zum ersten Mal ins Canisianum kam. Am 11. März 1979 wurde er Weihbischof von Verapoly.

Zulehner Paul Michael (geb. 1939)
Univ.-Prof., DDr. Paul Zulehner war von 1957 bis 1965 im Canisianum.

Norbert Brunner (geb.1942)
Er war im Canisianum von 1964 bis 1968 und wurde am 9. Juni 1995 zum Bischof von Sitten geweiht.

Franciscus Myong Ok Ahn (geb. 1945)
Er war im Canisianum von 1971 bis 1977 und wurde im November 2000 zum Bischof-Koadjutor von Masan (Südkorea) ernannt.

Antony Banzi (geb. 1946)
Bischof Antony Banzy stammt aus Tanzania, war von 1976 bis 1981 im Canisianum und wurde am 15. September 1994 zum Bischof von Tanga geweiht.

Franjo Komarica (geb. 1946)
Er war von 1968 bis 1973 im Canisianum. Am 6. Jänner 1986 wurde er Weihbischof von Banja Luca und am 15. Juli 1989 dort Bischof. Während der ganzen Zeit des Krieges ist er nicht von seinen Gläubigen gewichen.

Philip Arnold Anyolo (geb. 1956)
Bischof Philip war im Canisianum von 1987 bis 1993 und wurde am 3. Februar 1996 zum Bischof von Kericho / Kenya geweiht.