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Zu einem „Einkehrtag“ bin ich eingeladen worden. Was ist ein Einkehrtag?
Was soll er in der Konzeption des Hauses?
Was bedeutet er für Ihre
Gemeinschaft? Was machen Sie ganz persönlich daraus?
Was will Gottes Geist
damit für Sie und in Ihnen?
Die Heilige Schrift bietet eine ganze
Reihe von Möglichkeiten an, die sich mit dem Geschehen von „Einkehr“
verbinden lassen.
Sie sind alle Möglichkeiten für Sie. Am Ende der zwei
Tage werden Sie sehen, was daraus geworden ist.
Einkehrtag kann bedeuten…
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Mit Gott ruhen am siebten Tag und auf
das Werk des Alltags schauen
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Oder hinausgehen in die Nacht und Sterne
zählen und an die Zukunft glauben lernen, die Gott schenken will
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Oder träumen wie Jakob und sich von
Engelsbotschaften berühren lassen
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Oder auch kämpfen wie Jakob, nächtlich,
an einem Flußübergang
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Oder der Einladung Jesu folgen, der
sagt: Ihr, die ihr müde, überstreßt, ausgepowert seid, kommt und ruht
bei mir aus;
und lernt von mir
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Oder wie Nathanael die eigenen
Vorurteile Jesus gegenüber korrigieren lassen?
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Oder sich von Jesus erklären lassen,
dass die pastoralen Erfolge – einschließlich Dämonenaustreibung – nicht
so
wichtig sind wie „im Buch des Lebens“ verzeichnet zu sein
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Oder sich von ihm korrigieren zu lassen
durch die Frage: Worüber habt ihr unterwegs miteinander geredet?
Doch
nicht über Eure Position im Himmelsreich?
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Oder sich wie die Emmausjünger von ihm
die schlichten Fragen stellen zu lassen: Worüber redet ihr denn in
Eurem
Herzen? Was ist denn geschehen so wie es wirklich war?
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Oder in die Kammer gehen, sie schließen
und ganz in der Stille des Gebets verweilen
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Oder auf das Zimmer zu jemandem gehen,
um sich – vor der Eucharistie noch – versuchen zu versöhnen?
Vielleicht wird der Einkehrtag auch zu
einem“Auskehrtag“, an dem die Seele entrümpelt, ausgekehrt,
geordnet,
gesäubert wird; wobei die Schrift mehr auf die Heiligung durch den
Heiligen Geist als auf die bloße
Selbstreinigungskraft vertraut.
Lassen wir uns überraschend, was aus dieser Zeit der Einkehr wird. Und
lassen wir ihn Herr und Fülle der Zeit sein
Schluß: „Kann man einen Weg lieben?“ –
„Die große Eiche“
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Das Thema dieser Zeit der Einkehr lautet: „In allem – Gott“ und ist dem
Ignatiuswort nahe: „Gott in allem suchen und finden“.
Diese Formulierung
ist eine Zusammenfassung ignatianischer Spiritualität. Und somit passt sie
in dieses ignatianische Jahr,
in dem wir den 500. Geburtstag von Franz
Xaver, von Peter Faber und den 450. Sterbetag von Ignatius feiern.
Und natürlich wird hiermit zugleich der Kern des Evangeliums Jesu Christi
berührt, der darin besteht,
„Gott zu lieben aus ganzem Herzen, ganzer
Seele, ganzer Kraft, ganzem Denken und seinen Nächsten wie sich selbst“.
Der erste Impuls heute nimmt eine
fundamentale Bitte von Ignatius aus seiner „Betrachtung zur Erlangung der
Liebe“ auf:
„In allem lieben und dienen“
Der zweite Impuls morgen wird von der „Kunst des Liebens“
sprechen, d.h. von der „Mystik des Alltags“
vom „Ausleben der Lieben“ in
der Lebensgestaltung.
Erste Einsichtsgewinnung:
Ignatianische Spiritualität ist eine Spiritualität des Liebes-Dienstes
Nicht eine „unerotisch-asketische Dienst-Spiritualität“, sondern eine
Spiritualität des Liebes-Dienstes.
Dafür eine Fülle von Beispielen:
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„Mein Weg“ (mit 53 Jahren erkannt):
„liebevolle Ehrfurcht, die ehrfürchtige Liebe“
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Exerzitien: Die Betrachtung zur
Erlangung der Liebe“ (vgl. Cardoner)
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Discreta caritas – unterscheidende Liebe
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In allem lieben und dienen – die Bitte
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Kommunikative Liebe: Die Liebe besteht
im Kommunizieren von beiden Seiten
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Die Konstitutionen: Interna lex
caritatis (vgl. Franz Xaver: „Societas amoris“)
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General: „Wenigstens“ Liebe und Klugheit
soll er haben
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Pastoral: „amanter et prudenter“ –
„liebevoll und klug“
Zweite
Einsichtsgewinnung:
Sechs Dimensionen des Liebens
(vgl. die „Betrachtung zur Erlangung der Liebe“ im Exerzitienbuch)
1. Die Liebe mehr in die Werke als in die Worte legen
2. Die Liebe besteht im Mitteilen/Kommunizieren von beiden Seiten
3. Die Liebe besteht im ganzen, personalen Hingegebensein
4. Die Liebe besteht in mystischem Inne-Sein, Inne-Wohnen
5. Die Liebe besteht im Arbeiten-Für, in der Pro-Existenz
6. Die Liebe besteht im Sich-Durchströmen-Lassen durch den Liebes-Geist
Hinweise für die Zeit der Besinnung und des Gebetes
Es genügt, einem oder zwei Hinweisen nachzugehen
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Bei dem besinnlich-betend bleiben, was
mich am meisten berührt hat
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Den umseitigen Text der „Betrachtung zur
Erlangung der Liebe“ langsam durchlesen und bei dem bleiben,
was mich am
meisten angeregt hat
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Erinnerung an Erfahrungen des
Geliebtseins (von Gott, von Menschen) feiern
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Was heißt „Lieben“ – für mich? Wie kommt
es vor in meinem Leben?
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Wie würde ich den Satz vollenden: „In
allem …………….???????????????“
Zum Schluß: Aus den „Briefen von Irgendwo“
– „Und diese Welt heißt WIR“
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Vorbemerkung: Was ist Spiritualität, spirituelles Leben?
Glaubend (hoffend, liebender) Umgang mit
Realität (G. Mühlenbrock SJ)
Atmender Glaube. Glaube, der lebt. Die Lebendigkeit des Glaubens
Lebensziel in Lebensstil
Lebensmitte und Lebensmittel
Biblisch: Die Präsenzweise Jesu Christi und die Früchte des Un-Geistes
Ignatianische Spiritualität ist
„Geist in Welt“ inkarnatorische Spiritualität
Und das Wort ist Fleisch in der „Mystik des
Alltags“
Lebensgestaltung in Christus
Die Botschaft von „Die Kunst des Liebens“ (Erich Fromm“)
„Vom Kennen zum Können führt nur das Üben“ (O.F. Bollnow)
„Gewohnheiten sind die Muskeln der Seele“
Die „besondere Gewissenserforschung“
des Ignatius – Einübung in Lebensgestaltung
Die Rolle der Einübungshilfe in die
Lebensgestaltung bei Ignatius
Motivation durch Beispiel aus den „Briefen von Irgendwo“: „Jeden Abend…“
Einübungshilfe in Lebensgestaltung (Partikularexamen
des Ignatius)
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Gibt es etwas in meinem Leben, eine
Gewohnheit u.ä., was ich ändern möchte?
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Warum handelt es sich?
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Wie kann ich dies möglichst konkret
und genau formulieren? ……………..
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Ist es auch nicht zu viel auf
einmal?
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Sind die Motivationen dafür
einigermaßen stark? (Leidensdruck, Vorfreude)
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Will ich einige Wochen dabei
bleiben? (ca. 1-2 Wochen)
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Male Dir jeden Morgen aus, wie schön
es sein wird, wenn Du vorankommst
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Bitte Gottes Geist um seine Hilfe
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Erinnere Dich öfters tagsüber an
Dein Vorhaben mit einem einprägsamen Satz
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Schreib jeden Abend ein paar Zeilen,
wie es Dir in Deinem Anliegen ging
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Erzähle einer Vertrauensperson
einmal in der Woche ca. 10 Minuten wie es Dir ging
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Lies etwas zu dem Thema, das Dich
ermutigt
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Belohne Dich gelegentlich und feiere
das Gelingen
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Überprüfe nach einer Pausenzeit
(„Latenz“), ob der Vorsatz zur Gewohnheit wurde?
Impulsfragen für das Gespräch
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Was ist mir
deutlich und zur Einsicht geworden in dieser Zeit der Einkehr?
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Was hat
Fragen in mir geweckt?
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Könnte das
Gehörte und Gesagte im Gespräch etwas für unser Zusammenleben und die
Vorbereitung auf den priesterlichen Dienst bedeuten?
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(Für die
persönliche Auswertung:
Was ist mein Vorsatz, den ich „mit nur geringer Gnade Gottes tun
kann?“ (P. Faber)
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