Ökumeneabend

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Superintendentin Mag. Luise Müller
Dr. Brigitte Proksch
 

  6. April 2006

World Council of Churches (WCC)
Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK)

9. Vollversammlung in Porto Alegre / Brasilien im Februar 2006

 

 

In Schlagworten

Aus Österreich: der ÖRKÖ wurde durch Superintendentin Mag. Luise Müller, die evangelische Kirche durch Mag. Michael Bubik, die altkatholische Kirche durch Martha Heiz vertreten. Aus der katholischen Kirche nahmen Univ. Prof. Dr. Basilius Groen und Dr. Brigitte Proksch teil.

700 Delegierte: sie kamen aus etwa 350 Mitgliedskirchen. Neu war in Porto Alegre die Ablösung von Abstimmungen durch ein Konsensverfahren.

Beobachter: kamen aus jenen Kirchen oder kirchlichen Organisationen, die nicht Mitglieder im ÖRK sind. Der katholischen Delegation stand kardinal Dr. Walter Kasper vor. 

Über 4000 Teilnehmende: Frauen, Männer, Laien, Ordinierte, Priester, Bischöfe, zahlreiche Jugendliche, die Vollversammlung setzte einen besonderen Schwerpunkt für junge Interessierte.

Ort: Pontifical University Porto Alegre – Brasilien: jener Ort, wo bereits 4 Mal das Sozialforum tagte, zum letzten Mal im Jahr 2001 mit etwa 150.000 Teilnehmenden 

90 Bibelgruppen: jeden Morgen wurde eineinhalb Stunden lang in kleinen internationalen Gruppen die Bibel geteilt, die Gruppen formten sich nach den gemeinsamen Sprachen 

60 Ökumenische Konversationen: theologische Gespräche fanden in diesen Gremien statt, nach unterschiedlichen Themen gegliedert.

 Plenarsitzungen: dort wurde von den Delegierten über die großen Themen der Versammlung entschieden. Alle vorbereiteten Dokumente fanden Zustimmung (siehe „Inhalte“) 

Theologisches Cafe: aktuelle Themen, heiße Eisen, TheologInnenausbildung in verschiedenen Teilen der Welt… interessante Gespräche im kleinen Rahmen 

200 Mutiraos: diese Versammlungen und workshops gaben dem Kongress sein Gepräge. Zahlreiche theologische, soziale, politische, gesellschaftliche Themen wurden hier behandelt, präsentiert, diskutiert und beraten.

Ausstellung: eine Präsentation verschiedener Gruppen ergänzte die Arbeit der mutiraos.

Täglich gemeinsame Gottesdienste: eine Versammlung der Spiritualität, so bezeichneten sie die Veranstalter.   

            Gäste anderer Religionen …
            Grußworte von Poltikern, Kirchenführern, UNO …
            Gute Infrastruktur …
            Großherzige Gastfreundschaft …
            Pre-Assembly Programmes …
 

Inhalte

Theologie:

 

Ekklesiologie-Dokument: nach der 8. Vollversammlung ein neues Miteinander
Die Aufarbeitung der orthodoxen Eingaben von 1998 trug nach der intensiven Arbeit der gemischten Arbeitsgruppe Früchte
Ökumenische Bildung und Weiterbildung in allen Kirchen für alle …

Soziales und Politisches:

 

Der „Agape-Prozess“: alternative Globalisierung der Kirchen

Dekade zur Überwindung der Gewalt – Friedensmarsch: die Hälfte dieser Dekade ist heuer vorbei.
 

Exemplarisch weiters:

 

Wasserressourcen
Antinuklear Statement
Zivilschutz
Minderheitenschutz
Stellungnahme zur UNO-Strukturreform
HIV und Aids - Vorbeugung
Terrorbekämpfung …


 

Spiritualität:

 

Das Selbstverständnis der Versammlung: spirituell – Schlussdokument ist ein Gebetsaufruf

Gestaltung der Gottesdienste: gemeinsam und konfessionell

Reflexionen zu den Ergebnissen:

 

Die Ökumene lebt und geht weiter, ein verbessertes Miteinander gegenüber der 8. Vollversammlung ist spürbar. Gleichzeitig fehlt es noch an inhaltlichen Perspektiven…

Die Zahl der Kirchen wächst – zersplittert die Einheit nicht mehr und mehr?

Neue Pfingstkirchen entstehen – die Frage nach den Gemeinsamkeiten wird noch bedeutender

Soziale, ethische und politische Themen werden mehr und mehr als gemeinsame Aufgaben erkannt.

Hoffnungen auf einen gemeinsamen Ostertermin wurden seitens der kath. Kirche geäußert, Hoffnungen auf gemeinsames Abendmahl, die gegenseitige Anerkennung der Taufe … Hoffnung trägt.

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