Hundert Jahre ukrainische Theologiestudenten in Innsbruck -Vergangenheitsanalyse und Zukunftsperspektiven

Dr. Iwan Dacko
Innsbruck, 13. November 1999

Die heutige Feier ist vor allem ein Jubiläum der Katholizität der Weltkirche. Die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche begeht den hundertsten Jahrestag, als die ersten Theologiestudenten aus der Ukraine nach Innsbruck ins Nikolaihaus und später zum Collegium Canisianum kamen. Ihnen sollten noch viele andere folgen, die im Verlauf dieses Jahrhunderts in der Heimat und auch in verschiedenen Erdteilen dieser Welt ihrer Kirche treu gedient und für den Glauben Zeugnis abgelegt haben.

Gleichzeitig begeht, beziehungsweise gedenkt, die Kirche Österreichs, die hiesige Jesuitenprovinz und die Lokalkirche von Innsbruck dieses Jahrhunderts der Offenherzigkeit, mit der sie nicht nur die Kirche der Ukraine sondern auch ganz Europa, ja die Welt, im Geiste christlicher Solidarität an ihren Gaben, Fähigkeiten und Menschen teilhaben ließ.

Vergangenheitsanalyse

Wir wollen in die verschiedenen historischen Prozesse der Kiewer Kirche im Verlauf des letzten Jahrtausends nicht tiefer eindringen. Erinnert sei jedoch nur kurz an ihre besondere Stellung in Osteuropa, ihr Bemühen gleichzeitig katholisch und orthodox zu sein, weil sich diese Begriffe überhaupt nicht widersprechen, sondern im Gegenteil ergänzen, ihr Streben in Kommunion sowohl mit der Kirche Roms als der von Konstantinopel zu sein, ihr Ringen die 1054 entzweite christliche Einheit zu erneuern, indem sie an den Konzilien von Lyon I (1245), Konstanz (1417) und vor allem Florenz (1439) teilnahm, ihren Unionsakt von Brest (1595-96), sowie ihr unaufhörliches Bestreben eine Brücke zwischen Ost und West zu sein. Es ist auch nicht der Ort, um darüber zu sprechen, wie diese Kirche im Laufe der Zeit Zeugnis ablegen mußte, ein ständiges Martyrium auf sich nahm, um dem kirchlichen Einheitsideal ihre Treue zu bekunden. Es genügt nur daran zu erinnern, daß ihre Lage an der Grenze zweier Welten ihre westlichen Nachbarn animierte, in ihr ein Objekt der Assimilation und kirchlichen Latinisierung zu sehen, während die östlichen Nachbarn gegen sie den Vorwurf erhoben eine Verräterin der Orthodoxie, in ihrem Sinne des Dritten Roms und eines neugeschaffenen zaristischen Imperiums, ja, des eigenen Volkes zu sein. In Wirklichkeit indes entfernte sich diese Kirche zunehmend vom Staat, der ein Staat fremder Besatzer war, während sie allmählich zur Kirche eines Volkes wurde, dessen Adel und Führungsschicht aus sozialen Gründen das eigene Volk verlassen hatten.

Wir werden auch nicht länger bei der Verfolgung dieser Kirche verharren, die sich wie ein langer Faden durch die gesamte Geschichte hindurchzieht: von Zar Peter I. (1682-1725), Katharina II. (1762-1796), Nikolai I. (1825-1855) und Alexander II. (1855-1881). Damit sollen sich Historiker befassen...

Tatsache ist, als vor hundert Jahren 1899 die ersten ukrainischen (damals noch "ruthenischen") Theologiestudenten in Innsbruck eintrafen, ging diese Erbin der Kiewer Kirche - die Kirche der Metropolie von Lwiw (Lemberg) und Halycz (Galizien), die sich seit 1772 innerhalb der Österreich-Ungarischen Monarchie befand, einer Erneuerung ihres Lebens entgegen. Dies intensivierte sich ganz besonders in der Zeit des Pontifikats von Leo XIII. (1878-1903), der großes Interesse und Verständnis für die Ostkirchen zeigte. Es war um die Zeit, als 1882 der reformierte Basilianerorden seine Aktivität entfaltete, und vor allem der junge Bischof von Stanyslawiw (heute Iwano-Frankiwsk) Andrej Szeptyckyj (1865-1944) Erzbischof von Lemberg, Metropolit von Halycz und Bischof von Kamenetz-Podilskyj geworden war.

Es war eine Zeit, in der die junge Generation dieser Kirche begonnen hatte, über ihre Identität und ihren Platz innerhalb der Weltkirche nachzudenken, wobei sie zur Schlußfolgerung gelangte, daß ihre damals noch unionistisch genannte, heute ökumenische Berufung, zunehmend zu einer Prioritätsaufgabe werden müßte. Eine solche ökumenische Aufgabe setzte eine geistlich und wissenschaftlich gut ausgebildete Priesterschaft sowie entsprechende Laien voraus.

Im Kirchenleben der Ukraine war die Ausbildung der griechisch-katholischen Geistlichkeit, die zumeist verehelicht war, keine Selbstverständlichkeit. Das Bildungsniveau der Priester begann sich mit dem der römisch-katholischen Priesterschaft erst zur Zeit der Kaiserin Maria Theresia (1740-1780) und ihres Sohnes Kaiser Josef II. (1780-1790) anzugleichen, als in Wien das Barbareum (1774), Studium Ruthenum (1787) und das Geistliche Seminar in Lemberg (1783) gegründet wurden. Dieses Ausbildungsniveau nahm im 19. Jahrhundert ständig zu. Die begabteren Kandidaten wurden zu höheren Studien nach Rom und Wien geschickt. Es muß betont werden, daß das Bildungsniveau und die Rechte der griechisch-katholischen Geistlichkeit in Österreich-Ungarn, verglichen mit den Zeiten innerhalb des Polnischen Reichs, zu dem jahrhundertelang die ukrainischen Lande gehört hatten, sich zum Positiven veränderten, vor allem war eine Gleichstellung mit dem lateinischen Klerus erreicht worden.

Doch eine neue, umfassende Dimension wurde zur Zeit des Metropoliten Andrej Szeptyckyj erreicht. Gerade ihm ist zu verdanken, daß Studenten nach Innsbruck sowie an andere bedeutende Universitäten Westeuropas geschickt wurden, nicht nur nach Rom und Wien, sondern auch nach Fribourg, München, Paris, Straßburg, Leuven und andere Städte. Der Metropolit war bis an sein Lebensende Initiator und Förderer des geistigen Austausches zwischen Ost- und Westeuropa gewesen.

Mit folgenden Worten hat der Chronist des Nikolaihauses die Ankunft der ersten ukrainischen Alumnen in Innsbruck festgehalten: "Am 21. October [1899]... Zwei Bischöfe beehrten uns mit ihren hohen Besuche: der hochwürdigste Herr James Edward Quigley, Bischof von Buffalo, und der ruthenische Bischof von Stanislau, Rmus Dnus Andreas Graf Szeptycki. Mit dem Besuch des letzten hochwürdigsten Herrn hängt auch die Erscheinung zusammen, daß der Convicttskatalog neben zweihundertzehn Alumnen ritus latini auch zwei griechisch-katholische Priester aufweist, einen Weltpriester und einen Basilianer. Für diese Herren wurde eines der Gastzimmer im Aloisihause in eine Capelle verwandelt. Dort celebrieren sie nach ihrem schönen Ritus in altslavischer Sprache." Von da an, lediglich unterbrochen von etlichen Ereignissen dieses Jahrhunderts, hatte es eine kontinuierliche Anwesenheit bedeutender ukrainischer Theologen in Innsbruck gegeben, die zur Tradition geworden war.

Aus dem oben angeführten Zitat des Chronisten wird die universelle Dimension des Nikolaihauses offenbar. Es kommen zwei Bischöfe in Innsbruck an: der eine ist aus Nordamerika (Buffalo, New York), der andere aus Osteuropa (Lemberg, Ukraine), beide verfolgen das Ziel, den Studenten ihrer Bistümer eine entsprechende Ausbildung zu gewährleisten. Innsbruck schien bezüglich einer hochqualifizierten kirchlichen Ausbildung und Wissenschaft Ost und West vereint zu haben.

Die ersten ukrainischen Studenten waren - Josyf Zhuk aus Stanyslawiw (heute Iwano-Frankiwsk) und Anastasij Kalysch, Mitglied des Basilianerordens aus Krystynopil (heute Czerwonohrad), ihnen folgten Karlo Jermij (aus Stanyslawiw - Iwano-Frankiwsk) und eine ganze Reihe von Namen, die in der Geschichte der Ukrainischen Kirche des 20. Jahrhunderts bekannt werden sollten. Nachdem Andrej Szeptyckyj Metropolit von Lemberg und Halycz geworden war, intensivierte er die Verschickung von Theologiestudenten zu weiteren theologischen Studien in den Westen, seinem Beispiel folgten die Bischöfe der Eparchien von Peremys'l (Konstantyn Czechowycz und Josafat Kocylowskyj) wie auch der neue Bischof von Stanyslawiw Hryhorij Chomyschyn, sowie der mit Szeptyckyj befreundete griechisch-katholische Bischof von Krizevci in Kroatien, Dionisij Njaradi, der ebenfalls Studenten nach Innsbruck schickte. Die Basilianer haben ebenfalls ihre Kandidaten nach Innsbruck gesandt, Von den Studiten hat nur der Bruder des Metropoliten Andrej Szeptyckyj, Klementij, in Innsbruck studiert. Gerade er wurde zur Personifizierung jener erzieherischen Fürsorge, die geistige und wissenschaftliche Kräfte für die weitere Arbeit, vornehmlich für die Einheit der Kirchen, heranerziehen sollte.

Infolge dessen studierten bis zum Ende des Ersten Weltkrieges folgende bekannte Ukrainer in Innsbruck:

- Josyf Slipyj, das spatere Oberhaupt und Kardinal der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche;

- Klementij Szeptyckyj - Archimadrit der Studiten und Exarch von Russland und Sibirien, Bekenner und Märtyrer für den Glauben;

- Josyf Bocian - Bischof von Lutzk

- Dmytro Jaremko - Bischof von Ostrihj

- Konstantyn Bohachevsky - der spätere Metropolit von Philadelphia (USA);

- Nykyta Budka - der erste Bischof für die Ukrainer in Kanada, später Weihbischof von Lemberg, Glaubensbekenner;

- Iwan Latyszewskyj - Weihbischof von Stanyslawiw, Glaubensbekenner;

- Teodosij Tyt Haluszczynskyj - spätere Protoarchimandrit der Basilianer;

- Josyf Zajaczkiwskyj - spätere Protokonsultor der Basilianer;

- Wasyl Laba - Professor der Lemberger Theologischen Akademie und später führender Geistlicher in Edmonton, Kanada;

- Petro Holynskyj - der spätere Generalvikar für die Ukrainer in Deutschland;

- Andrij Ischtschak - Professor der Lemberger Theologischen Akademie, Glaubensmärtyrer.

Diese Namen aus den ersten Studienjahren vor dem Ersten Weltkrieg stehen nur vereinzelt da, als die Westukraine zum Bestand der Monarchie Österreich-Ungarn gehörte. In dieser ersten Zeitperiode haben sich die Studenten noch während ihres Studiums, wie aus den Chroniken zu ersehen ist, in verschiedenen Aktivitäten beteiligt: sie haben eine beachtliche theologische Bibliothek namens des Metropoliten Andrej Szeptyckyj angelegt, eine eigene homiletische Gruppe organisiert, in der sie sich im Predigen übten, befaßten sich, vornehmlich während des Ersten Weltkrieges, mit seelsorgerischer Arbeit unter den Soldaten ukrainischer Abstammung der österreichischen Armee.

Als der Erste Weltkrieg zu Ende war, durchlebte die Ukraine schwere Zeiten, doch die Entschlußkraft des Metropoliten Andrej Szeptyckyj bezüglich der Ausbildung von Kräften für die ökumenische Arbeit seiner Vision treu zu bleiben, schwächte sich keineswegs ab, sie verstärkte sich sogar. Er übergab die Aufgabe, die die Ausbildung dieser Kräfte betraf, dem ehemaligen Canisianer Dr. Josyf Slipyj, den er zum Rektor des Lemberger Geistlichen Seminars und später der Theologischen Akademie, ja, zu seinem Nachfolger in der Führung der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche bestimmte. Es war gerade Josyf Slipyj, der engen Kontakt mit Innsbruck sowie mit anderen Rektoren und Professoren der deutschsprachigen und westlichen Welt unterhielt. Er verfaßte nach dem Muster von Consuetudines des Canisianums für das Lemberger Priesterseminar eine Rechtsordnung sowie Satzungen der Theologischen Akademie, die sich auf die Erfahrung der Innsbrucker Theologischen Fakultät stützten, er wählte die besten Studenten der Lemberger Erzeparchie aus und schickte sie zur höheren Fachausbildung hierher.

Die Bischöfe anderer Eparchien der Westukraine sowie die Provinz Galiziens der Basilianerordens folgten seinem Beispiel. Neu war der Umstand, daß Bischof Konstantyn Bohachevsky, ein ehemaliger Canisianer, nachdem er Exarch und später Erzbischof und Metropolit der Ukrainer in den USA geworden war, seit den 1930-er Jahren griechisch-katholische Amerikaner ukrainischer Abstammung ebenfalls zum Theologiestudium an das Canisianum schickte. Somit studierten zwischen den beiden Weltkriegen weitere bekannte Gestalten der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche in Innsbruck:

- Myroslav Ivan Lubachivsky - der spätere Metropolit von Philadelphia (USA) und seit 1984 Oberhaupt und Kardinal der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche;

- Joachim Segedi - der spätere Administrator der Eparchie von Krizevci;

- Iwan Czorniak - der spätere Rektor des Lemberger Priesterseminars (Nachfolger Josyf Slipyjs), Professor der Lemberger Theologischen Akademie, Untergrundsbischof und Glaubensbekenner;

- Jeronim Tymczuk - Basilianer, Untergrundsbischof und Glaubensbekenner;

- Ivan Stakh (John Stock) - der spätere griechisch-katholische Weihbischof von Philadelphia (USA);

- Wasyl Kushnir - ein bedeutender kirchlicher und gesellschaftspolitischer Aktivist in Kanada;

- Johannes Hrynioch - bedeutender Theologe und enger Mitarbeiter von Kardinal Josyf Slipyj,

sowie zahlreiche andere Theologen, die für ihren Glauben in der Deportation umgekommen sind oder nach dem Zweiten Weltkrieg unter den nach Westeuropa, USA und Kanada geratenen Ukrainern als Seelsorger tätig waren.

Der Zweite Weltkrieg hatte ein tragisches Ende für die Ukraine, die völlig von der Sowjetunion annektiert, während die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche in den Jahren 1945-46 liquidiert wurde. Während dieser Maßnahmen sind viele ehemalige Innsbrucker ins Gefängnis gekommen. Dabei möchten wir vermerken, daß drei von zehn griechisch-katholischen Bischöfen und die Exarchen der Ostukraine und Rußlands Opfer dieser Liquidierung wurden (Josyf Slipyj, Nykyta Budka, Iwan Latyszewskyj und der Archimandrit Klementij Szeptyckyj), doch als Bekenner des Glaubens und als Märtyrer, wurden die nicht nur zum hehren Stolz des Canisianums sondern der Weltkirche überhaupt...

Nach dem Kriege (1945) war der Zustrom von Theologiestudenten aus der Ukraine nach Innsbruck unmöglich geworden, doch es gab etliche Kandidaten, die sich im Ausland niedergelassen hatten. So studierten gemeinsam mit Bischof Reinhold Stecher Theologen, die später als Geistliche in Österreich (Salzburg) und Frankreich (Metz) tätig waren.

Die Kontakte zwischen Innsbruck und der ukrainischen Hierarchie hatten zunächst abgenommen, was sich jedoch 1963 nach der Entlassung aus der Gefangenschaft von Metropolit Josyf Slipyj (1892-1984) änderte. Einer seiner ersten Schritte in der Freiheit war ein diskreter Besuch, den er im Jahre 1963 Innsbruck und dem Canisianum abstattete. 1969 weilte er noch mal hier, es war kurz vor der Einweihung der Sophien-Prokathedrale in Rom.

Der Regens des Canisianums, Pater Franz Braunshofer, SJ, wie auch der Kardinal Josyf Slipyj wünschten eine Wiederaufnahme der Kontakte zwischen dem Collegium Canisianum und der Ukrainischen Kirche, was auch am 5. Oktober 1967 verwirklicht wurde. Nach 16-jähriger Unterbrechung kamen zwei ukrainische Theologiestudenten nach Innsbruck (Iwan Dacko und Wolodymyr Kokonowskyj). In den darauffolgenden Jahren wuchs die Zahl der ukrainischen Studenten - sie kamen aus den Diasporagemeinden aus Deutschland, England, dem ehemaligen Jugoslawien, Polen, Kanada, USA, und sogar aus Australien und Brasilien. Es waren etwa 20 an der Zahl. Die Unterkunft der ukrainischen Landsmannschaft wurde erneuert und ausgeschmückt, die ukrainische Kapelle, die bis heute existiert, wurde restauriert. In bezug auf das liturgische Leben, das bei der Ausbildung der Theologen der Ostkirchen so wichtig ist, darf der heute unter uns weilende Pater Prof. Dr. Wladimir Richter, SJ, nicht unerwähnt bleiben. Seit dem Herbst 1968 bis an den heutigen Tag zelebriert er für unsere Alumnen die Göttliche Liturgie. Für seine Fürsorge und Treue möchte ich ihm hier unseren aufrichtigen Dank aussprechen.

Über diesen Zeitabschnitt kann man folgendes sagen: in den Jahren, als es den Anschein gehabt hatte, daß in Osteuropa ein gottloses Regime für Jahrhunderte herrschen würde, arbeitete man in Innsbruck unmerklich daran, theologische Kader dieser Völker heranzuziehen, die heute, in den Tagen der erneuerten Freiheit in ihren Kirchen die Führung übernehmen. Daß es zu positiven Änderungen in Osteuropa kommen würde, daran glaubte Kardinal Slipyj ganz fest und hat konsequent für diese Stunde Menschen vorbereitet. Als die Zeit gekommen war, in die Ukraine zurückzukehren, sind Kardinal Lubachivsky (*1914), ein ehemaliger Innsbrucker, und jüngere Altkonviktoren des Canisianums mit ihm in die Heimat zurückgekehrt, um nach 44-jähriger Verfolgung und illegalen Daseins das kirchliche Leben wiederaufzubauen.

Sobald der Kommunismus und die Sowjetunion endgültig aufgehört hatten zu existieren, haben die Leitung des Collegiums Canisianums sowie die Innsbrucker Theologische Fakultät ihre Tätigkeit im Bereich der Ausbildung neuer Priesteramts-kandidaten in Osteuropa, darunter auch in der Ukraine wiederaufgenommen.

In seinem Grußwort zu den heutigen Feierlichkeiten schreibt Kardinal Lubachivsky: "Ich werde persönlich den 22. August 1993 nicht vergessen, als ich vom damaligen Provinzial der Jesuiten in Österreich, P. Gerwin Komma, SJ, einen Brief erhielt, in dem er mir und den Buschöfen der Ukrainischen Kirche vorschlug, erneut Studenten nach Innsbruck zu schicken. Dieser Brief hat mir gleichzeitig bewußt gemacht, welch großes Werk die Österreichische Provinz der Jesuiten vollbringt. Für diese konkrete christliche Solidarität ist die Ukrainische Kirche zutiefst dankbar". Und dann heißt es weiter: "Heute lernen in Innsbruck 10 ukrainische Theologiestudenten, seit einigen Jahren besuchen die ukrainischen Redemptoristen die Vorlesungen der Theologischen Fakultät, wobei sie in ihrem Kloster leben". Persönlich kann ich das nur bestätigen. Kardinal Lubachivsky hat mir voller Freude diesen Brief gezeigt und mich beauftragt, dafür Sorge zu tragen, daß ukrainische Theologiestudenten ihr Studium in Innsbruck fortsetzen können.

Im Ganzen haben in diesem Jahrhundert 127 ukrainische Studenten ihr Studium am Canisianum in Innsbruck vervollständigen können.

Wenn man auf das vergangene Jahrhundert zurückschaut, darf man all die Vertreter des Jesuitenordens nicht unerwähnt lassen, die diese Studenten unterrichtet und miterzogen haben. Unter ihnen nimmt eine bedeutende Stelle die Gestalt des langjährigen Regens des Canisianums Pater Michael Hofmann, SJ, ein, ferner eine ganze Reihe von Erziehern und Universitätsprofessoren, die die künftigen Leiter der ukrainischen und überhaupt der Weltkirche miterzogen haben. Unter ihnen sind so bekannte Namen wie: P. Hieronymus Noldin, SJ, P. Josef Donat, SJ, P. Josef Andreas Jungmann, SJ, P. Karl und P. Hugo Rahner, SJ, P. Franz Lakner, SJ, P. Josef Wamser, SJ, P. Franz Braunshofer, SJ, P. Heinrich Segur, SJ, P. Robert Miribung, SJ, P. Gerwin Komma, SJ, P. Theo Beirle, SJ, P. Josef Thorer, SJ, und den heutigen Regens des Canisianums, P. Dr. Severin Leitner, SJ.

Wenn wir dabei sind, uns zu bedanken, dürfen wir die Hilfswerke wie Kirche in Not / Ostpriesterhilfe, das einstige Europäische Hilfsfonds und das heutige Renovabis, sowie eine Reihe von Stiftungen, Institutionen, Bistümer, bekannte und unbekannte Menschen guten Willens, die Studenten aus der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern ein Studium ermöglicht haben, nicht vergessen. Ihnen gemeinsam sei hier ein aufrichtiges Vergelt's Gott! gesagt.

Zukunftsperspektiven

Das Canisianum und die Theologische Fakultät der Innsbrucker Universität waren stets eine Personifizierung der Universalität, Einheit und Vielheit der Kirche gewesen, weil hier Vertreter verschiedener Völker und Riten, verschiedener Rassen und Mentalitäten studiert haben. Hier wurde echte Liebe zur Kirche gepflegt, es wurden starke Persönlichkeiten erzogen. Daher nimmt es kein Wunder, daß als Zeiten der Verfolgung seitens der totalitären Regime dieses Jahrhunderts anbrachen, wie des Nationalsozialismus oder Kommunismus, die Absolventen von Innsbruck und des Collegiums Canisianums zu furchtlosen Märtyrern und Bekennern wurden, manche von ihnen werden sogar auf den Altären als Selige verehrt.

Man kann die Frage stellen, woher und woraus diese Studenten die Kräfte schöpften, um eines Tages unter schwersten Bedingungen der Weltkirche und gleichzeitig ihrer Teilkirche treu zu bleiben? Ich glaube, daß die Antwort abermals in der entsprechenden geistigen und theologisch-wissenschaftlichen Ausbildung liegt. Das entsprang von der Betrachtung des Wesens der heiligen Dreifaltigkeit und der gesamten Heilsgeschichte. Gott der Vater sendet seinen Sohn (christologischer Aspekt), der außer seiner göttlichen Natur den menschlichen Leib annimmt (kenotischer Aspekt), wurde zum Menschen und bringt den Menschen, der am Anfang nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde, durch sein Leben auf Erde, seinem Kreuztod, vor allem aber durch seine Auferstehung zu seinem ursprünglichen Zustand (soteriologischer Aspekt) zurück. Der Gottessohn gründet auf Erden seine Kirche (ekklesiologischer Aspekt), schenkt uns zu unserem Heil die Sakramente und sendet uns den Heiligen Geist als Tröster, der uns stärkt und bis ans Ende der Zeit die Kirche leitet, wodurch er jeden Menschen der Erlösung zuführt. Dieser trinitarische, christologische, kenotische, soteriologische und schließlich ekklesiologische Aspekt der Heilsgeschichte, gefestigt durch ein Leben im Gebet und in der Arbeit an uns selbst, hatte den Canisianern die Kraft gegeben, bis ans Blut ihre Treue zum christlichen Glauben zu bezeugen.

Es gibt eine Kirche in der Vielfalt, und konsequent arbeiteten diese Altkonviktoren des Canisianums für die Bewahrung aller Züge ihre östlichen Teilkirche, wobei sie ihre besondere ökumenische Berufung zu erhalten trachteten. Das ist keine leichte Arbeit, sie ist belastet mit Vorurteilen und Stereotypen verschiedenen Charakters, die sich im Verlauf der Geschichte angehäuft haben. Immerhin wird diese Arbeit, wie es bis an den heutigen Tag gewesen ist, auch für die Zukunftsentfaltung der Kirche in der Ukraine eine prioritäre Aufgabe bleiben.

Bezüglich der ekklesiologischen Vision und des Verständnisses der Rolle des Papstums bei den Absolventen aus der Ukraine, glaube ich, daß sie am treffendsten die Worte von Hermann J. Pottmeyer wiedergeben: "Die Gemeinschaft von Papst und Bischöfen ist Ausdruck der Gemeinschaft der Kirchen und diese wiederum Ausdruck der Gemeinschaft der Gläubigen (communio fidelium). Der Primat des Papstes ist "Communio-Primat", der die Einheit der universalen Gemeinschaft der Kirchen repräsentiert und erhalten soll. Er bedarf des universalen Zeugnisses der Bischöfe und der Kirchen und ihrer Glieder, um die Universalität und die Einheit der Kirche in Glaube und Lehre zu bezeugen und zu bewahren. Die Leitidee dieser patristisch orientierten Kollegialitätslehre, die schon im Ansatz nicht mit einem Zentralismus vereinbar ist, ist der biblische und patristische Begriff der communio, und zwar in seiner dreifachen Bedeutung: soteriologisch als Gemeinschaft der Erlösten mit Gott durch Jesus Christus im Heiligen Geist, sakramentaltheologisch als Gemeinschaft des Leibes Christi, der Kirche, in der Teilhabe am Wort und Sakrament, besonders am eucharistischen Leib Christi; ekklesiologisch als Gemeinschaft der Kirchen und Gemeinschaft der Gläubigen».

Bei alledem ist auch der mariologische Aspekt dieser Treue charakteristisch, der wiederum eine große ökumenische Dimension aufweist, weil gerade die orthodoxe Welt die allerheilige Gottesgebärerin - Theotokos - die Mutter des Erlösers - aufrichtig verehrt, die zur Mittlerin unserer Erlösung geworden ist, welche ihr Sohn und Gottmensch verwirklicht hat, indem sie am Tag der Verkündigung ihr "Ja", dazu ausgesprochen hat.

Ein so weiter theologischer Horizont scheint die größte Anerkennung und das höchste Lob für die Erzieher der Innsbrucker Lehranstalten zu sein, die ihre Gaben mit der Kirche der Ukraine und anderer Völker dieser Erde geteilt haben.

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Bei allen positiven Momenten jedoch darf man jene Realität nicht außer acht lassen, daß es unter den Altkonviktoren des Canisianums auch Absolventen gab, die die Katholische Kirche verließen, wobei drei von ihnen sogar zu Bischöfen der Orthodoxen (Russischen) Kirche geworden waren. Es geht um Josyf Zhuk aus der Eparchie von Stanyslawiw (Iwano-Frankiwsk), Mychajlo Melnyk, Eparchie von Peremys'l, und Josyf Sawrasch - Eparchie von Stanyslawiw (Iwano-Frankiwsk).

Es ist nicht leicht, heute die Frage zu beantworten, was sie zu diesem Schritt bewogen hatte. War es nur eine Frage des Ehrgeizes der Karriere zuliebe, ein Schritt der Verzweiflung und Angst in der Nachkriegssituation, als die sowjetische Aktion zur Liquidierung der griechisch-katholischen Kirche mit der Inszenierung der Pseudosynode von Lemberg (1946) in Gang gesetzt wurde, zu retten, was sich retten ließ? Oder war es eine Folge von Enttäuschung über den Zustand, der in jener Zeit in der Katholischen Kirche herrschte, als Einheit und Uniformität gleichgesetzt, die soteriologische Exklusivität in der Katholischen Kirche unterstrichen wurde, während man den Ostkirchen eigentlich nur eine hybride oder latinisierte Form in der Gestalt des heute endgültig verurteilten Uniatismus zuerkannte? Ein Grund dafür konnte auch die Zeit gewesen sein, als die Griechisch-Katholische Kirche ihren eigenständigen Platz als vollwertiges orthodoxes und katholisches Mitglied, wie sich der heutige Papst mit den Worten "orthodox im Glauben, katholisch in der Liebe" ausdrückte, innerhalb der Weltkirche noch nicht gefunden hatte. Es konnte auch die Überbetonung des juridischen Aspekts der Kirche gewesen sein, wobei ihre geistliche und erlösende Dimension negiert wurde. Vielleicht war es auch ein ständiges Suchen dieser Menschen auf dem Hintergrund einer Schwäche von Glauben und Kraft, daß das Böse nicht ewig währen könne.

Ich habe keine Antwort auf diese Fragen, doch im Namen der historischen Wahrheit kann man die Tatsache nicht leugnen, daß es zwischen den ukrainischen Absolventen des Canisianums und der Innsbrucker Theologischen Fakultät Menschen gegeben hat, die so gehandelt haben...

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Doch das mindert in keinster Weise die Verdienste der großen Mehrheit der Absolventen, umso mehr der Erzieher dieser Menschen, was eine weitere Verwirklichung der christlichen Solidarität, Subsidiarität, des Austausches von Gaben, oder sogar der Lehre des hl. Paulus über den Leib Christi und dessen Kirche bedeutet.

Es muß also etwas Besonderes in diesem Innsbrucker, Tiroler und österreichischen Land stecken, daß von hier so viel Gutes nach draußen gedrungen ist. Im historischen Teil haben wir den Verdienst der österreichisch-ungarischen Monarche unterstrichen, die der Geistlichkeit sowie den Laien den Zugang zur höheren Ausbildung ermöglicht hatte.

Allein die Tatsache, daß Bischöfe verschiedener Diözesen aus der ganzen Welt in Verlauf der Jahrhunderte ihre Studenten nach Innsbruck schickten, belegt, daß die Leitung des Canisianums und der Innsbrucker Theologischen Fakultät den Studenten, die von außerhalb Österreichs kamen, etwas vermittelten, was sie persönlich, die Völker Europas und anderer Erdteile wie auch die Weltkirche bereicherte. Das Gleiche muß in bezug auf die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche gesagt werden, deren Kandidaten es für ein Privileg und eine Ehre, ja für eine glückliche Fügung ansahen und noch ansehen, in Innsbruck studieren zu dürfen. Das Schritthalten mit dem Geist der Zeit, Einhalten der Akademischen Freiheit, die Achtung jeder Individualität, der weite kirchliche Horizont sowie ein solides und tiefes theologisches Studium, die Ausbildung starker Persönlichkeiten, die Offenheit gegenüber verschiedenen Kirchen und Riten, die auf Einheit und und Vielfalt ausgerichtet sind - das ist die grundlegende Charakteristik von Innsbruck.

Auch heute sind diese Herausforderungen noch aktuell, und es muß unterstrichen werden, daß vor allem im letzten Jahrzehnt, nach der Wende, die Kirche Österreichs sehr viel Opfer- und Hilfsbereitschaft in bezug auf die Kirche in der Ukraine, wie auch in anderen Ländern Osteuropas aufgebracht hat. Was alles hier im Collegium Canisianum und an der Innsbrucker Universität getan worden ist, habe ich versucht, klarzustellen. Ich möchte gleichzeitig die Anwesenheit des Innsbrucker Altbischofs Reinhold Stecher nutzen, um daran zu erinnern, daß er sogleich nach der Wende in den Jahren 1990/91 von der Innsbrucker Diözese für die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine 30.000 Exemplare des Neuen Testaments und 10.000 Exemplare des Buches Vater Unser gestiftet hat, ein Werk des ehemaligen Alumnen des Canisianums und seines heute nicht mehr lebenden Studienkollegen Iwan Luzeckyj. Diese wunderbare Geste christlicher Solidarität der Innsbrucker Kirche werden die Gläubigen der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine niemals vergessen.

Ich möchte auch unterstreichen, daß Caritas-Österreich außerordentlich Caritas-Ukraine unterstützt, indem sie behilflich ist, verschiedene humanitäre, karitative und soziale Projekte zu realisieren, neue Caritas Zentren in der gesamten Ukraine zu gründen, wobei mit orthodoxen Gläubigen sowie Angehörigen anderer Konfessionen zusammengearbeitet wird. Unter uns weilt der Präsident von Caritas-Ukraine, Kenneth Nowakowski, der diese Angaben bestätigen kann. Seitdem die griechisch-katholische Kirche in der Öffentlichkeit wieder präsent ist, hat die Österreichische Ökumenische Stiftung Pro Oriente unsere Kirche zu verschiedenen Symposien, irenischen Initiativen, Gesprächen und Konferenzen eingeladen. Eine ähnliche Initiative wird bereits am Mittwoch, den 17. November 1999, sogleich nach den Innsbrucker Feierlichkeiten stattfinden. Außer in Innsbruck studieren an etlichen Universitäten und Hochschulen Österreichs, vor allem in Wien, eine Reihe von ukrainischen Studenten, die von verschiedenen österreichischen Organisationen Stipendien erhalten. Diesbezüglich erfüllt Österreich tatsächlich eine Brückenfunktion zwischen dem Osten und Westen, wobei es Vorurteile der Vergangenheit aus dem Weg räumt und eine Atmosphäre des friedlichen Miteinanders unter den Völkern Europas schafft. Es sei mir erlaubt, auch für diese außergewöhnliche Solidarität und Arbeit aufrichtigen Dank auszusprechen.

Doch wir dürfen nicht, nur befriedigt in die Vergangenheit zurückblicken. Jetzt an der Schwelle zum dritten Jahrtausend sollten wir in die Zukunft schauen und uns Gedanken darüber machen, wie wir das Europäische Haus vom Atlantik bis an den Ural christlich untermauern, das Erbe von Benedikt und Franziskus mit dem von Kyrill und Methodius ergänzen können. Die Erfahrung des letzten Jahrhunderts zeigt, daß man die Zusammenarbeit zwischen Innsbruck und Lemberg, zwischen Österreich und der Ukraine erheblich intensivieren könnte. Ein Austausch zwischen den Professoren und Studenten der Theologischen Fakultät der Innsbrucker Universität und der Lemberger Theologischen Akademie bietet sich nicht nur an, sie erscheint uns nützlich und erforderlich. Dies umso mehr, als die Lemberger Theologische Akademie spätestens im Jahre 2005 zur ersten Katholischen Universität in der Ukraine werden soll. Ich erlaube mir, den Vorschlag zu unterbreiten, zwischen der Innsbrucker Theologischen Fakultät und Lemberger Theologischen Akademie, dem Collegium Canisianum und dem Lemberger Priesterseminar Partnerschaften ins Leben zu rufen. Ukrainische Studenten sollten weiterhin in Innsbruck studieren können. Zu erwägen ist, ob es nicht sinnvoll wäre, für die künftige Arbeit der Studenten der östlichen Riten in Osteuropa und in der ganzen Welt, in Innsbruck mehr Fächer aus der östlichen Theologie anzubieten, etwa Kirchenrechts, der Spiritualität, Patristik, Geschichte u.a.m. Dies ließe sich gewiß durch einen Ausbau von Verbindungen zwischen Innsbruck, Lemberg, Wien, Eichstätt, Leuven, Nijmegen, Ottawa und natürlich dem Päpstlichen Orientalischen in Rom bewerkstelligen. Es gilt den Austausch von Professoren und Studenten zu verstärken. Wissenschaftliche Reisen, gemeinsame Forschungen verschiedener Institutionen Österreichs und der Ukraine sind realisierbar. Menschen, die hier im Saal anwesend sind, arbeiten bereits in dieser Richtung. Eine solche Tätigkeit ist nicht nur christlich und solidarisch, sie trägt dazu bei, die Ukraine in das Gesamteuropa zu integrieren.

Obwohl noch große Schwierigkeiten zu überwinden wären, zumal wenn man an das Erbe der UdSSR denkt, dessen Phänomen der homo sovieticus noch lange den eingeschlagenen Weg behindern wird, so hat die Erfahrung des letzten Jahrzehnts gezeigt, daß sich die Zukunftsperspektiven positiv abzeichnen, sobald man ernsthaft, professionell und im Geiste des Evangeliums an die Verwirklichung konkreter Projekte herangeht. Vorausgesetzt, allerdings, man hat eine klare Vision, tüchtige Menschen und Zugang zu entsprechenden Geldquellen.

Dies waren nur einige perspektivische Gedanken angesichts des herannahenden dritten Jahrtausends.

Eine wunderbare Losung der ehemaligen Alumnen des Canisianums ist Cor unum et anima una. Zahlreiche Theologiestudenten in Innsbruck setzen diese Worte der Liebe Christi und der Nächstenliebe tagtäglich in die Tat um. Deshalb Gottes Segen liegt über Österreich, Tirol und Innsbruck. Indem ich Ihnen für alles danke, was im Vergangenen vollbracht wurde, möchte ich für das kommende Jahrhundert eine gesegnete erfolgreiche Fortsetzung dieser edlen Arbeit wünschen.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Innsbruck, 13. November 1999.

Dr. Iwan Dacko